Donnerstag, 10. August 2017

Ein dünner Sommer-Loop


Einer lieben Arbeitskollegin habe ich zum Geburtstag einen gänzlich unbunten Sommer-Loop nur aus Jersey genäht. Den Wunsch nach einem Loop von mir hatte sie zuvor einmal geäußert und mit den Farben ... hm, schwierig, wenn man für jemand anderen näht. Farblich passende, abgestimmte Kleidung ist ihr sehr wichtig, selbst die Schuhe passen immer perfekt dazu. Zum Glück trägt sie oft Schwarz/Weiß, deshalb dachte ich, da bin ich auf der sicheren Seite. :-)
Noch ist es aber ohnehin zu heiß für Loops, ganz egal, welche Farbe sie haben ...

Sonntag, 30. Juli 2017

15 Fakten über mich und den Sommerurlaub

Astrids monatliche Linkparty dreht sich im Monat Juli um den Sommerurlaub. Als ich Anfang Juli davon gelesen habe, hatte ich gleich Lust mitzumachen. Nun, da ich schon eine Woche aus unserem diesjährigen Sommerurlaub zurück bin, muss ich mich schon sehr beeilen, um noch mit dabei zu sein. 

1. Meinen allerersten Sommerurlaub habe ich 1976 im Alter von drei Jahren in Badgastein verbracht.
  (Auf dem Foto bin ich schon vier, das ist mein zweiter Sommerurlaub in Badgastein.)
In meiner Familie mütterlicherseits machten seit Jahrzehnten alle Sommer wie Winter Urlaub in Badgastein. Die Schwester meiner Urgroßmutter, meine Tante Anni, hatte dort nämlich eine Frühstückspension. Tante Anni, geboren zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hatte nach Ende des ersten Weltkrieges eine Lehre als Verkäuferin für feine Damenstrickwaren gemacht. Damals hatten alle Wiener Mode-Boutiquen, die auf sich hielten, auch ein Geschäft in Badgastein, und so lernte sie in den 20er Jahren ihren Mann Norbert in Badgastein kennen, der bei Adlmüller Herrenmode verkaufte. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sie sich zusammen weiter, Tante Anni hatte nach dem Zweiten Weltkrieg ihre eigene Boutique in Badgastein und Onkel Norbert führte die Frühstückspension. Oder so ähnlich. Ich war noch recht klein und es interessierte mich nicht besonders.
Mir gefielen der große Bassett-Hund aus dem Nachbarhaus, der jeden Tag zu Besuch kam, um sich von meinem Onkel Zuckerstückchen (!?!!!) abzuholen, das Gasteiner Felsenbad und, ab einem gewissen Alter, die Wanderungen in den Bergen.


Auch im Winter fuhren wir nach Badgastein auf Urlaub, aber das passt eigentlich nicht zum Thema.

2. Parallel fand meine Mutter, dass es nett wäre, auch ans Meer zu fahren. Alle im Bekanntenkreis fuhren damals an die obere Adria, meistens nach Lignano oder Bibione. Ich wollte das auch, aber meine Mutter wollte keine Österreicher am Strand treffen, deshalb fuhren wir, als ich vier war, nach Cattolica, und als ich sechs war, nach San Benedetto del Tronto ... eine elend weite Fahrt mit dem Auto. Während der Cattolica-Wochen mussten wir auch noch mit dem Autobus nach Rom, aber davon gibt es keine Fotos.

3. In den Ferien nach der Volksschule (da war ich also zehn) übertrumpften sich meine Eltern mit Ferien-Action. Mein Vater verreiste mit Frau und Kindern zur amerikanischen Schwiegerfamilie, so konnte ich für drei Wochen hauptsächlich das amerikanische Alltagsleben der frühen 80er Jahre kennen lernen.
Hier ein Foto von mir auf einem Maultier bei einem Rodeo:

Mit meiner Mutter verbrachte ich zwei Wochen in der Toskana am Meer und besichtigte auch Pisa, Florenz und die Insel Elba.

4. Vom Sommerurlaub in London, als ich 12 war, gibt es keine Bilder, ebensowenig vom Jungscharlager mit 13.

5. Mit 14 hatte ich Lust, auf ein Ferienlager der Gewerkschaft nach Pesaro an der Adria mitzufahren. Eine Schulkollegin hatte das schon einige Male gemacht und behauptet, dass es total lustig wäre.
Ich fand die drei Wochen grässlich - alle drei Tage einmal duschen, ansonsten ein Waschsaal für alle Mädchen gemeinsam, nur mit kaltem Wasser aus aneinander gereihten Waschbecken. Für Vierzehnjährige suboptimal ...

6. Mit 15 war ich mit einer Freundin drei Wochen in Hastings, England, zum Englischlernen ... eigentlich ja kein Urlaub.

7. Mit 16 begann eine längere Phase von Sommerurlauben im Bassin d'Arcachon bei meiner lieben Gastfamilie, wo ich meine Französischkenntnisse vertiefte und mich einige Jahre hintereinander recht wohlfühlte. Zusammen haben wir auch einige Reisen und Ausflüge in benachbarte Regionen unternommen, darunter auch meinen einzigen längeren Camping-Urlaub, und ich habe auch einmal meine Mutter und einmal meinen damaligen Freund dorthin mitgebracht.


8. Immer wieder habe ich auch Reisen nach Paris unternommen, am häufigsten mit meiner Mutter, aber auch alleine und mit meinem jeweiligen Partner.

9. Die Maturareise und eine Reise mit meinem damaligen Freund führten mich auf die Balearen (Ibiza und Mallorca); von Ibiza habe ich eine Salmonellen-Infektion mitgebracht, die mich danach viele Monate beeinträchtigt hat.

10. Nachdem Lettland wieder unabhängig geworden war, erfuhren wir Anfang der 90er Jahre überraschend, dass wir dort noch Verwandte hatten (eine meiner Urgroßmütter ist aus Riga), insbesondere eine sehr liebe Tante über 70, die perfekt Deutsch sprach und sehr an Kontakt mit uns interessiert war. Natürlich wollten wir sie bald auch besuchen (und haben sie danach auch noch zweimal zu uns eingeladen, bevor sie Mitte der 90er leider viel zu früh verstorben ist).
Auf dem Foto sitzen wir auf einer Bank in Estland. :-)
(Das ist ein wenig kompliziert ... Der lettische Teil meiner Familie wurde von Stalin nach Sibirien deportiert, einige sind dort gestorben; Tante Ilga hat dort ihren - estnischen - Mann kennen gelernt und ihren Sohn geboren. Als sie endlich aus Sibirien wegdurften, durften sie sich in der ganzen Sowjetunion niederlassen, nur nicht in Lettland. Deshalb gingen sie nach Estland, in einer Grenzstadt zu Lettland, und dort lebten sie noch 1991, als wir sie besuchen kamen. Danach zogen sie allerdings nach Riga.)
11. Auch als junge Erwachsene bin ich noch sehr gerne im Sommer nach Badgastein zum Wandern gefahren (zum Skifahren im Winter nicht mehr, das mag ich nicht so besonders). Mein Onkel war schon in den 80er Jahren verstorben und meine Tante betrieb die Frühstückspension längst nicht mehr, aber man konnte in dem Haus noch behelfsmäßig wohnen und ich erinnerte mich immer gerne an die Aufenthalte in der Kindheit zurück. Mit meinem (Damals-noch-nicht-)Mann konnte ich auch endlich etwas weitere Touren gehen.
Auf dem Weg in den gemeinsamen Urlaub ;-)

12. Meistens sind wir aber lieber ans Meer gefahren, Lieblingsdestination Griechenland.


1995 und 1998 habe ich längere Zeit im Sommer in Japan verbracht ... allerdings nur teilweise zum Urlauben; hauptsächlich ging es da ums Üben der Sprache, damit ich mein Japanisch-Studium erfolgreich abschließen konnte.


Die letzten drei Sommerurlaube vor der Geburt unserer Kinder verbrachten mein Mann und ich in Griechenland, alle auf der Insel Karpathos. 2001 sahen wir den Anschlag auf die Zwillingstürme in New York im "Fernsehzimmer" unseres Hotels in Amopi/Karpathos; es sollte unser letzter Urlaub für eine ganze Weile sein.






13. Erst im Juli 2006, mit einer nicht ganz Vierjährigen und einem Nicht-mehr-ganz-Baby mit 16 Monaten, hatten wir wieder so große Lust aufs Meer, dass wir praktisch unseren halben Hausrat ins Auto packten und - meine Mutter war inzwischen verstorben und konnte ihre Meinung dazu nicht mehr äußern - an die obere Adria fuhren. Irgendwie hatte ich mir das vorher nicht vorstellen können - mit Baby oder Kleinkind auf Urlaub zu fahren. So viele Sachen einpacken. Ungewohnte Umgebung. Und wenn das Kind dann nicht schlafen möchte? Und dauernd plärrt? Und überhaupt?
Ein Arbeitskollege empfahl meinem Mann Duna Verde, in der Nähe von Caorle. Ein Ort, in den 60ern angelegt, bestehend ursprünglich nur aus Appartmentanlagen und Häusern für Italiener, die es sich leisten können, sich eine Wohnung/ein Häuschen am Meer zu kaufen. Im Laufe der Jahre wurden einige der Appartments dann doch eher als Anlageobjekt gekauft und im Sommer an urlaubende Ausländer vermietet.

Unsere erste Woche in Duna Verde gefiel uns so gut, dass wir im selben Jahr im September gleich nochmal hinfuhren. Insgesamt waren wir zu viert ganze zehn Mal in Duna Verde auf Urlaub; Mann und Töchter sind letztes Jahr ein elftes Mal hingefahren und werden Ende August ein zwölftes Mal dranhängen.

Nach dem dritten oder vierten Mal hatten wir "unsere" Lieblingswohnung gefunden, in die wir dann immer wieder gefahren sind - so hatten wir eine Art zweites Zuhause dort, sehr nett.
Als die Kinder schon größer waren, fand ich es allerdings nicht mehr ganz so entspannend, im Urlaub genauso wie zuhause zu kochen, abzuwaschen, sauberzumachen und Wäsche zu waschen ... deshalb haben wir dann vor drei Jahren eine neue Destination gesucht.

14. 2015 sind wir erstmals zu viert geflogen - eine Woche nach Kreta, All inclusive. Nach all den Jahren im Selbstversorger-Appartment habe ich den Luxus sehr genossen und wir haben diesen Verwöhn-Urlaub 2016 gleich nochmal wiederholt, da sogar noch mit Private Pool und, zur Freude meiner jüngeren Tochter, mit "Horses on the beach" gleich nebenan.

15. Dieses Jahr waren wir zehn Tage in Zypern - und ich glaube, so schön habe ich das Meer überhaupt noch nie gefunden. Wirklich toll! Perfektes Türkis, perfektes Blau, einfach herrlich. Ein wenig zu heiß war es allerdings für mein Gefühl ... und dass meine Mädels beide jeweils zwei Tage krank waren, wäre auch nicht nötig gewesen.

Etwas außer Konkurrenz laufen dann noch meine Aufenthalte auf Lesbos in den letzten beiden Jahren, aber die waren immer im Frühsommer und sind für mich Urlaub vom Alltag, also passen sie irgendwie auch hier hinein. Zwei Wochen lang die Verantwortung für Familie, Haushalt und Arbeit komplett abgeben und dafür in schöner Umgebung etwas ganz anders tun - mir tut das sehr gut. 
2016 habe ich zwei Wochen  bei Swisscross mitgearbeitet und 2017 bei Lighthouse Relief. 



Hui, das war jetzt aber lange. 
Ob irgendwer bis zum Schluss gelesen hat? (Ein Glück, dass es hier nur um Sommerurlaub ging, sonst hätte ich noch mehr geschrieben ...)


Donnerstag, 6. Juli 2017

Ein Jahr *ArbeitaußerHaus*


Vergangenen Freitag war es ein ganzes Jahr her, dass ich nach 14 Jahren begonnen habe, außer Haus zu arbeiten. Seit einem Jahr arbeite ich nun 30 Wochenstunden im Dokumentengeschäft einer großen Bank und bin Montag bis Freitag täglich dreieinhalb bis vier Stunden unterwegs, um zum Büro und wieder nach Hause zu kommen.
Die abwechslungsreiche Arbeit macht mir immer noch viel Spaß, nicht zuletzt auch wegen des tollen Arbeitsklimas mit den netten Kolleginnen und Kollegen. Da habe ich wirklich Glück gehabt!
Weniger Spaß machen mir das Pendeln und das frühe Aufstehen. Passend dazu das heutige Shirt bzw. vor allem die Appli.



Falls ihr geduldig seid, ist hier noch ein Video, das zeigt, wie schnell mein Jahr vergangen ist (Musik ist "Breathing in a fatal stillness von Thanks):



Verlinkt bei RUMS.

Mittwoch, 28. Juni 2017

DANKE!♥



Heute darf ich mich ganz, ganz herzlich bei Alles für Selbermacher bedanken. Kurz vor meiner Abreise nach Lesbos kam mir die Idee, Label für die Upcycling-Produkte von Lighthouse machen zu lassen, und ich habe bei Alles für Selbermacher wegen einer Kooperation angefragt. Eigentlich hatte ich mir gedacht, dass wir uns die Kosten für die Label vielleicht teilen könnten, aber Alles für Selbermacher war so nett und großzügig, gleich die Kosten für alle 1000 Stück selbst zu übernehmen. DANKE DANKE DANKE!!!♥♥♥ So toll von euch!
Nach einer langen Postreise sind die Label nun endlich in Skala Sikamineas angekommen, haben dort für große Begeisterung gesorgt und Nikos konnte schon einige auf Probetaschen aufnähen. Sieht super aus, finde ich!
Gerade gestern fand eine Vorbesprechung für eine neue Kooperation zwischen Lighthouse und einem Camp der Caritas statt, in deren Rahmen auch wieder Taschen aus Dinghies/Lifejackets genäht werden sollen. Da kommen unsere tollen Label gerade recht! Vielen herzlichen Dank! Ευχαριστώ πολύ!

Dienstag, 13. Juni 2017

Lesbos mit Lighthouse Relief, 23.5.- 6.6.




Auch in diesem Jahr habe ich wieder zwei Wochen "glückliche Auszeit" von meiner Alltags-Verantwortung genommen und statt Büro und Familie in Österreich zwei Wochen bei einer NGO in Griechenland mitgearbeitet, dieses Mal bei Lighthouse Relief im Norden von Lesbos im winzigen Dorf Skala Sikamineas.
Zwei Wochen lang habe ich dort Spotting gemacht (Ausschau halten nach ankommenden Flüchtlingsbooten: tagsüber mit dem Teleskop oder nachts mit dem Nachtsichtgerät), im Landing Team auf hereinkommende Alarmrufe gewartet, um beim entsprechenden "Biep" an die genannte Stelle zu laufen, von wo wir mit dem Auto zu eben gelandeten Refugees brausten; im Eco Team beim Beach Cleaning mitgemacht und beim Upcycling recht viel genäht.


Vom Spotting zeige ich nicht viele Bilder, weil es bildtechnisch eher unspektakulär ist (aufs Meer starren ...), und den lustigen Funkverkehr, der ebenfalls belauscht wird (This is NATO warship calling Frontex vessel for radio check. Over. etc), kann man leider nicht mitschneiden. Von den Landings zeige ich kaum Bilder, weil ich so schüchtern bin und die Leute nie fragen wollte, ob es eh ok ist, wenn ich sie fotografiere. (Obwohl ich umgekehrt immer wieder von ihnen gefragt und fotografiert wurde.)






Aber! Das hier ist ja ohnehin in erster Linie ein Nähblog! Also kann ich eine Menge Bilder vom Nähen zeigen. Fürs Upcycling von Schwimmwesten- und Dinghy-(Schlauchboot)-Material hatte ich vor meiner Abreise schon nach Schnitten gesucht und dankenswerterweise großzügige Unterstützung von Farbenmix bekommen.♥♥♥ Upcycling-Manager Nikos hat sich über die Schnitte und CDs von euch riesig gefreut!






In meinen dienstfreien Zeiten bzw. während der Landing-Dienst-Bereitschaft habe ich mich dann zögerlich mit der Industrie-Leder-Nähmaschine vertraut gemacht. Nikos hat mir geduldig alles erklärt, trotzdem habe ich allerhand Mist gebaut und vor allem in der ersten Woche mehr Zeit mit technischen Problemen als mit Nähen verbracht. Insbesondere, als Nikos einige Tage nicht da war, mir eine Nadel abgebrochen ist und ich dann schlauerweise die neue Nadel, natürlich ohne es zu wissen, verkehrt herum eingeschraubt habe, weil ich nur auf den oberen Teil der Nadel geachtet hatte (Industriemaschinen verwenden ja Rundkolben- und nicht Flachkolbennadeln. Aber am unteren Teil der Nadel gibt es auf einer Seite eine Einkerbung, könnte man ruhig bemerken ...). Und dann habe ich noch Unmengen an Versuchen gebraucht, bis ich es geschafft habe, ganz alleine den Unterfaden richtig aufzuspulen (wird an einer extra Apparatur rechts von der Maschine gemacht).




Beim Arbeiten mit Dinghy habe ich zuerst draußen aus den riesigen Bootsteilen meine gewünschten Teile zugeschnitten, dann alles, da meistens ziemlich schmutzig, gründlich mit Schlauch und Bürste gereinigt und zum Trocknen am Zaun aufgehängt. :-) Später waren Stylefix und Klammern willkommene Helfer.




Insgesamt habe ich in den zwei Wochen zwischendurch 21 Teile genäht. Meine "Mission" war es vor allem, Prototypen anzubieten, auf deren Basis in Zukunft in einem der Flüchtlingslager auf Lesbos Produkte aus Booten und Schwimmwesten Produkte hergestellt werden können.
Zuallererst habe ich eine "LustUNDLaune"-Tasche von Farbenmix probiert, um Material und Maschine kennen zu lernen. Dann habe ich einen ersten Versuch für einen einfachen Rucksack mit Krempel-Verschluss gemacht (ein Rucksack stand ganz oben auf der Wunschliste von Lighthouse), zwei zusammenklappbare Kissen und ein Utensilo (ein Versuch, auch das Innenmaterial der Westen sinnvoll zu verwenden). Von meinem Rucksack-Modell durfte ich dann gleich fünf Stück als Geschenk für die Crew des Rettungsbootes von "Pro Activa" nähen, die Lighthouse dankenswerterweise immer wieder beim Abtransport des eingesammelten Mülls von schwer zugänglichen Stränden helfen.





Gegen Ende der zweiten Woche, als ich schon recht gut mit der Nähmaschine zurecht kam, habe ich mich wieder an meine alten Fähigkeiten aus Österreich erinnert ;-) und es mit Applizieren versucht ... natürlich nicht allzu kompliziert. So sind noch einige "Joker"-Bade/Einkaufstaschen und noch ein paar Lust-und-Laune-Taschen entstanden.




Alle diese Taschen&Co sind nun in Skala Sikamineas bei Lighthouse geblieben, die meisten als Vorlage für weitere Produkte, manche für andere Volunteers.
Ich habe mir einen großen Koffer voll Material mitgenommen und werde nun an den Wochenenden alles zu Taschen verarbeiten, die ich dann über Instagram/Facebook oder den Blog zum Verkauf anbieten werde, um den Gesamterlös wiederum an Lighthouse Relief zu spenden.

Was fehlt jetzt noch? Natürlich Cat Content. ;-)
Als ich im Spätwinter bei meinem Mann angefragt habe, ob es ok wäre, wenn ich wieder nach Lesbos fahre, hat er sofort geantwortet: Aber nur, wenn du versprichst, keine Katze mitzubringen. Tja, schade. Ok. Aber die griechischen Kater vom Vorjahr haben sich nie mit den österreichischen Katzen zusammengerauft und wir leben nun schon ein ganzes Jahr in einem geteilten Haus, da machen noch mehr Katzen nicht so viel Sinn.
Aber! Direkt vorm Lighthouse Office gab es eine graue Katzenmama mit zwei roten Babys♥♥ ... da hatte ich jeden Tag sehr viel Freude beim Beobachten, Kuscheln und Spielen!




Der hier ist angeblich der Papa ... den hätte ich auch sehr gerne mitgenommen - ein riesiger Kerl!




Weil mir Tiere sehr am Herzen liegen und ich dieses Jahr keine weiteren adoptieren konnte, habe ich Rebecca aus Mytilini, die mir letztes Jahr beim Mitnehmen der beiden Kater sehr geholfen hat und die sich auf Lesbos intensiv um streunende Hunde und Katzen kümmert, vor meinem Aufenthalt gefragt, womit ich sie unterstützen könnte. Sie hat sich Antiparasitenmittel gewünscht. Zum Glück ist meine Freundin D. Tierärztin und hat eine Freundin, die bei Zoetis, einem großen Pharmakonzern für Veterinärprodukte, arbeitet. Zoetis war sehr, sehr großzügig und hat uns Mittel gegen Zecken, Flöhe und Würmer im Verkaufswert von über 4000 EUR gespendet. Rebecca war riesig froh, als ich ihr diese tolle Spende überreichen konnte. Ganz, ganz herzlichen Dank an Zoetis!♥


(Falls ihr euch vorstellen könnt, selbst einen Hund oder eine Katze aus Lesbos zu adoptieren, Rebecca sucht das ganze Jahr über immer wieder nach guten Plätzen für Tiere. Sie hat dazu eine eigene Facebook-Gruppe, in die sie euch gerne aufnimmt: Lesvos Stray Dog & Cat Adoptions) 

Zurück in Österreich hat mich der Alltag wieder, schade. Aber am vergangenen Wochenende habe ich schon mit dem Vernähen des Materials aus meinem Koffer begonnen.
Herzlichen Dank noch einmal allen Unterstützern!♥
Volunteering mit Lighthouse Relief kann ich wärmstens weiterempfehlen.


Verlinkt beim Creadienstag.

Montag, 22. Mai 2017

Wollglück

Manchmal passieren im Leben so richtig wunderbar gute Dinge. Dinge, die so schön sind, dass man ein herrlich warmes Gefühl in sich bekommt, die ganze Zeit nur noch grinsen kann und sich bemühen muss, nicht dauernd auf und ab zu hüpfen. :-))
Begonnen hat alles im Jänner, als ich bei Susanne auf Instagram und dann auch im Blog gesehen habe, wie sie wieder einen ihrer tollen Pullis angestrickt hat. (Ich gehe davon aus, dass ihr wisst, dass ich a) eine totale Frostbeule bin und b) ganz furchtbar auf Strickpullis stehe.) Ich habe ganz frech und freundlich, nur dezent meine Begeisterung verbergend, kommentiert, ob der denn für mich wäre? Und Susanne machte eine Bemerkung in die Richtung, dass ihr das Rosa in diesem Pulli ohnehin nicht so gut gefiele und naja, mal sehen.
Im Laufe der Wochen entwickelte sich Susannes Pulli dann weiter, ich weiterhin als Zuschauerin bei Instagram dabei, aber selbst als sie fragte, ob ich die Ärmel eh auch lieber länger als kürzer trage, dachte ich noch, dass sie den Pulli wohl letztlich doch für sich selbst stricken würde.


Denn mal ehrlich, soo viel Arbeit ... für mich? Irgendwie unvorstellbar. 

Und dann habe ich doch glatt letzte Woche in meiner Zustell-Kiste in der Garage ein hübsches Päckchen stehen und packe ehrlich ehrlich wirklich echt diesen Traum-Pulli aus.
Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah.
Ich meine: Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!
Also so richtig speziell perfektes Glück.

Liebe Susanne, auch an dieser Stelle ganz, ganz herzlichen Dank für diesen Traum-Pullover!♥♥♥
Ich bin sehr glücklich damit und werde ihn rauf und runter tragen.
Ich hab verstanden, dass du keine Gegenleistung dafür erwartest, aber ich freue mich trotzdem, falls du auch etwas Gewerktes von mir brauchen kannst.


Donnerstag, 18. Mai 2017

Eigenbau-Dings

Hier ist eine Eigenbau-Winzpulli-Shirt-Kombination, die ich mir vergangenes Wochenende genäht habe, immer noch in dem Pessimismus, dass es wahrscheinlich niemals warm genug werden würde, um mit kurzen Ärmeln das Haus zu verlassen.
Inzwischen sind die Außentemperaturen zwar auf über 20° gestiegen, aber 1. hat der Pulli ohnehin nur maximal Dreiviertelärmel und 2. ist es bei mir im Büro ganzjährig klimaanlagenbedingt a****kalt, da trage ich sowieso immer Pulli und/oder Strickjacke (heute zB zwei Strickjacken übereinander).
Der Pulli hätte eigentlich langärmelig und hüftlang werden sollen, aber dann habe ich von dem schönen Farbverlauf-Sommersweat von Astrokatze immer mal wieder ein Stück herausgeschnitten, wenn ich wieder ein schönes Orangegelb oder Gelbgrün für eine meiner Decken gebraucht habe, und so war nun nicht mehr sehr viel davon übrig. Deshalb habe ich stattdessen einen gekauften Kurzpulli als Inspiration zur Hand genommen und dieses eigenwillige Teil hier genäht.

Für darunter (denn bauchfrei ist nicht ganz altersgemäß für mich und auch nicht bürotauglich) habe ich ein ärmelloses Shirt nach dem Top von MAlotty gemacht. Und ab jetzt nähe ich mutig doch zwei, drei Kurzarm-Teile. :-)






Verlinkt bei RUMS.